Liebe Schwangere,

bisher ist Ihre Schwangerschaft sicher ganz normal verlaufen und Sie freuen sich schon auf Ihr Kind. Ihr Frauenarzt wird alles Mögliche tun, damit die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft und Sie ein gesundes Kind zur Welt bringen.

Eine seltene, doch für Sie und Ihr Kind schwerwiegende Erkrankung ist die sogenannte Trisomie 21(auch als Down-Syndrom oder Mongoloismus bekannt).Das Risiko, ein Kinder mit einer Trisomie 21 zu bekommen, steigt mit dem Alter der Mutter an. Bei einer 37-jährigen Schwangeren tritt statistisch gesehen in jeder 250. Schwangerschaft ein Fall einer Trisomie 21 auf.

Eine Fruchtwasser-Punktion oder Chorionzottenbiopsie mit einer anschließenden Untersuchung der Chromosomen Ihres Kindes ist bislang die einzige Methode, die den sichereren Nachweis einer Trisomie 21 ermöglicht. Diese Punktion ist jedoch mit einen – wenn auch geringen – Risiko verbunden, dass ein gesundes Kinder geschädigt wird.

Damit nur Frauen mit einem erhöhten Risiko eine solche Fruchtwasser-Punktion erhalten, kann seit vielen Jahren eine Blutuntersuchung in der 15.-21. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden (Triple- oder Double-Test), mit welcher ca. zwei von drei Trisomie 21-Schwangerschaften erkannt werden (65-70%).

Seit Mitte der 90er Jahre ist es in der 12. Bis 14. Schwangerschaftswoche möglich, durch eine Ultraschallmessung der Nackentransparenz (auch Nackenödem) des Feten und einer zusätzlichen Blutabnahme (Bestimmung von ß-HCG und PAPP-A) kinapp 9 von 10 Trisomie-21-Kinder zu erkennen (85-90 %). Die Ergebnisse der Blutuntersuchung werden zusammen mit der im Ultraschall gemessenen Nackentransparenz in ein Computerprogramm eingegeben, welches hieraus zusammen mit ihren persönlichen Daten (Alter, Gewicht und andere) die Wahrscheinlichkeit berechnet, mit der Ihr Kind an einer Trisomie 21 leidet.

Ihr Frauenarzt wird mit Ihnen (bzw. zusammen mit Ihrem Partner) besprechen, ab welchem Risiko in Ihrem persönlichen Fall eine weiterführende Untersuchung sinnvoll erscheint und ob diese nach dem Ergebnis des oben genannten Tests für Sie zu empfehlen ist.

Die für die Laboruntersuchungen anfallenden Kosten entnehmen Sie bitte dem Beiblatt. Über die Kosten der Ultraschalluntersuchung und der Beratung informiert Sie Ihr Frauenarzt.

Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre weitere Schwangerschaft und Geburt.

Quelle: © Labor Enders & Partner, Stuttgart.04